Das Ende ist nah

All ihr Partylöwen, Könige des Tanzbodens, Stimmungskanonen und Gaudiburschen unter der Sonne – was ist noch schlimmer als Geburtstag, Weihnachten und die Familienfeier zum 85. Geburtstag von Tante Elsbeth? Silvester! Jahr für Jahr das gleich Drama. Wer nicht an Neujahr um  5.30 Uhr zur Arbeit muss, wird schwerlich eine Ausreden finden, um die Teilnahme an diesem Fest verweigern zu können. Und auch wenn  nur tote Fische mit dem Strom schwimmen, am Ende steht man doch vereint frierend in der Kälte und wünscht Mitmenschen alles Gute für ein Jahr, das sich bestensfalls durch Kleinigkeiten positiv vom vergehenden unterscheiden wird. Wahrscheinlich ist das aber nicht.

Dieses Jahr könnten Eis und Schnee allen Feierwütigen beim Zusammenkommen noch ein Schnippchen schlagen, aber wer möchte sich darauf schon verlassen? Und wie so oft muss man sich fragen: Kommt da überhaupt zusammen, was zusammen gehört oder ist es vielleicht doch besser, dass der Mensch alleine sei?

Was aber erwartet euch in den letzten Stunden des Jahres …!?

Bis 31. Dezember 15.38 Uhr steht außer dem alljährlichen „Dinner for One“ nicht fest, was genau man am Abend gemeinsam mit anderen Menschen machen wird. Es gibt aber sicher Tendenzen (siehe unten). Obwohl seit Tagen „lose“ verabredet blieb mehrfaches „zusammentelefonieren“ ohne messbaren Erfolg und selbst die Getränkefrage konnte nicht zufriedenstellend geklärt werden. Grund zur Panik besteht aber nicht – geklappt hat es bisher noch jedes Jahr.

Frischluftfanatiker stellen sich in Thermounterwäsche und mit Fellfäustlingen ausgestattet ab dem frühen Nachmittag ohne Getränke und ohne Böller auf eine Silvester-Fanmeile – irgendwo in einer großen Stadt. Und warten! Auf den Erlöser, einen Platz am Getränkestand, ein freies Dixie-Klo, das neue Jahr. Toll!

Wer es etwas kuschliger mag, trifft sich mit Freunden zum gemeinsamen Kochen mit anschließendem Gesellschaftsspiele-Abend. Kurz vor Mitternacht wird das Elend des kommenden Jahres in Blei gegossen und zur Einstimmung ein kleines Tischfeuerwerk abgebrannt. Wer noch die Kraft hat zu gehen, tritt gegen Mitternacht (Uhrenvergleich mit der Silvesterstadel-Zeit) vor die Tür, sieht den Männern beim Abfeuern von Böllern direkt aus der geschlossenen Faust und den Damen beim Schwenken von Wunderkerzen zu. Nach dem Einsammeln und Annähen verloren gegangener Finger kann fröhlich bis in den frühen Morgen weitergetrunken werden.

Eins noch …

Nachdem ihr das Projekt: „Wie werde ich ein guter Mensch in 365Tagen“ einmal mehr im Januar des laufenden Jahres vorzeitig abgebrochen habt, fangt im kommenden Jahr erst gar nicht wieder damit an.

Auch wenn wir gemeinsam nicht daran glauben, für euch das Beste, Schönste und Wunderbarste Jahr! Wenn nicht jetzt, dann doch in einer gar nicht all zu fernen Zukunft!

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